netzwerk-organisatorische formen
von Benjamin Wittorf

Zufällige Einträge

Diese Seite wird alle fünf Minuten neu erstellt.
Letzte Aktualisierung: 2012-05-22 um 04:21 Uhr.

Kein Ziel erreicht: Die USA und ihr verlorener Kampf gegen Drogenprobleme

The Associated Press:

After 40 years, the United States' war on drugs has cost $1 trillion and hundreds of thousands of lives, and for what? Drug use is rampant and violence even more brutal and widespread. Even U.S. drug czar Gil Kerlikowske concedes the strategy hasn't worked.

Legalisieren, besteuern, regulieren?

Via Karl Long.

Feature: Zeit für den Winterschlaf (netzwerk-organisatorische formen wird umgebaut)

netzwerk-organisatorische formen geht in den Winterschlaf und wird dabei umgebaut. Warum? Technisch läuft das System nicht so rund, wie ich es gerne hätte, um mir einen schönen und schnellen Workflow zu ermöglichen. Deswegen werde ich mich intensiv nach einer anderen Lösung umschauen (oder eine entwickeln), und dann nof.io mit neuer Funktionalität neu starten.

Während des Umbaus ist die gesamte Website erreichbar. Für den kleinen Hunger zwischendurch: Bei Twitter gibt es auch weiterhin Links von Interesse. Sobald es dann etwas zum testen/zeigen gibt, werde ich das ankündigen.

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Kontaktiere mich. Und sonst: Bis bald!

Das Netz des Todes spinnen — ein Interview zum Transhumanismus

Jessica Chekroun:

The interview took place in the Latin Quarter. We were close to the statue of Dante Alighieri, the first person to use the term transhumanism to describe the overcoming of the human condition. A transhuman is more than a man; His capabilities are enhanced by developments in technology, and he defies natural constraints and even death itself. Today, the concept of transhumanism is entangled in the modern digital culture.

Has our relationship with death changed in light of transhumanism? Are we breaking the myths about cryonics? Can we believe in a life that exceeds a mere double digits?

Via Bruce Sterling.

Eine Zukunft ohne persönliche Geschichte

Michael Moore-Jones:

My parents still have letters that they received more than 30 years ago, and when they read them now they say that they detail entire relationships and friendships. They have vast amounts of information about their own history stored inside the letters that they sent and received. It goes even further than that. My grandmother still has letters she received from her grandmother. If it weren't for those letters, all that information about my own family history would have been lost, or confined to memory (which, as my parents are discovering, fails us all eventually).

And yet, I can't tell anyone what I was discussing with someone a month ago. That's testament to the digital age that I, and everyone in my generation, is a native member of. I find myself feeling incredibly guilty that my parents and grandparents went to so much effort to ensure that our family history was kept, and here I am frequently losing information about my life.

Und das mit 16. Nicht nur, dass ich das als 16–jähriger wohl nicht so geschrieben hätte — wahrscheinlich hätte ich mir darüber in der Form nicht mal Gedanken gemacht. (Auf der anderen Seite wird “die Jugend” wenigstens beim Thema Datenschutz schon sensibler, und es sind derweil ja alle digital natives.) Es hat dazu noch einige Jahre länger gebraucht, bis ich den Sinn eines Tagebuches überhaupt begriffen hatte (und jetzt immer ein Notizbuch bei mir führe); von Fotos, die ich nicht geschossen habe, möchte ich erst gar nicht anfangen.

Einige technologische Fortschritte und andere Anhängigkeiten bzw. Entwicklungen werden Michael Moore-Jones' Beobachtung, dass deutlich mehr im “Jetzt” gelebt wird, sicherlich noch nachhaltig unterstützen und beschleunigen. (Schöner Zufall war da auch der Artikel Study Confirms the Imminent Death of the Paper Phone Book, der zur selben Zeit ebenfalls bei ReadWriteWeb erschien ist, und passend ein Symptom dazu liefert.)

Natürlich findet das Leben im Hier und Jetzt statt (frei nach Gautama Buddha). Der Blick zurück, und besonders der kritische, sollte dennoch nicht vergessen werden (natürlich, um daraus zu lernen, und nicht, um nicht zu vergessen). Abschließend aber, mit der Beobachtung von Moore-Jones, und dem Bewusstsein, das daraus erwacht, sowie der Tatsache, dass Jugendliche nun mal Dinge tun, die Jugendliche eben so machen, erscheint Eric Schmidts Idee dann nicht so verrückt:

He predicts, apparently seriously, that every young person one day will be entitled automatically to change his or her name on reaching adulthood in order to disown youthful hijinks stored on their friends' social media sites.

Wenn dann verantwortungsvoll im “Jetzt” gelebt wird.

Über die Anfänge von WikiLeaks

WikiLeaks, the controversial whistleblowing site that exposes secrets of governments and corporations, bootstrapped itself with a cache of documents obtained through an internet eavesdropping operation by one of its activists, according to a new profile of the organization’s founder.

Interessant sind auch die E-Mails mit cryptome.org aus den Anfangszeiten.

Feature: Bücherliste Winter 2011 (Teil 3 von 4)

Winterzeit ist Lesezeit! Langsam sammeln sich auch wieder mehr Bücher bei mir an. Eine Liste von neuerworbenen (aber nicht unbedingt neuen) Büchern in meinem Bücherregal. Es folgen Kurzbeschreibungen; sofern nicht anders angegeben sind die Bücher selbst auf Englisch. Teil 3 von 4.

Neue Bücher Winter 2011 — 3 von 4
Bild: Diverse — Collage: Benjamin Wittorf

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Deprimiert werden mit Social Media

Steven Hodson:

This is no longer your web or my web but rather the pitched corporate battle ground where things like privacy are looked upon as the mutual enemy and that we need to be coerced into believing that these companies know what is best for us.

Die Revolution wird kommerzialisiert.

Feature: Sampling als Bestandteil von Kultur

Und der andere Eintrag, um dessen Wiederveröffentlichung mich ein Freund bat. Er erschien ursprünglich Anfang 2010 bei Immersion I/O.

Sampling: im Kontext der Musikproduktion das Aufgreifen von Teilen aus Schöpfungen von Dritten, um sie in eigene Werke zu integrieren oder neue damit zu erschaffen.

Nach dieser Definition kann — und sollte — das Sampling auch als elementarer Bestandteil jeder Art von Kultur (mit eben Musik als einer ihrer komprimiertesten Ausdrücke) verstanden werden. Vom Kulturverständnis ganzer Nationen (zum Beispiel in Form des Integrations- oder gar Assimilationsverständnisses) über die Alltagskultur bis hin zu Subkulturen: ohne das ständige Übernehmen, um es wertfrei zu formulieren, und Um- und Einarbeiten in Bestehendes hätte es sicher keine Evolution von Kulturen gegeben (als Beispiel einer Hochkultur sei mal das römische Reich genannt).

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Sprich nicht mit fremden (Außerirdischen)

Stephen Hawking:

We only have to look at ourselves to see how intelligent life might develop into something we wouldn’t want to meet. I imagine they might exist in massive ships, having used up all the resources from their home planet. Such advanced aliens would perhaps become nomads, looking to conquer and colonise whatever planets they can reach.

Und falls sie auf die Erde kommen, und deutlich intelligenter sind als der Mensch, unabhängig ihrer Intention: Wie sollten sie uns von anderen Tieren im Sinne einer intelligenten Spezies unterscheiden können? Wir wären wohl eher Ektoparasiten.

Via Singularity & Futurism.