netzwerk-organisatorische formen
von Benjamin Wittorf

19 Einträge mit wissenschaft getagged

“Ich studiere Musik und das Gehirn” – ein Interview mit Aniruddh D. Patel

The New York Times:

Three years ago, when Oxford University Press published “Music, Language, and the Brain,” Oliver Sacks described it as “a major synthesis that will be indispensable to neuroscientists.” The author of that volume, Aniruddh D. Patel, a 44-year-old senior fellow at the Neurosciences Institute in San Diego, was in New York City in May. We spoke over coffee for more than an hour and later by telephone. An edited and condensed version of the conversations follows.

Via KurzweilAI.net.

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Interaktive Infographik: Die Supercomputer dieser Welt

BBC News: http://nof.io/dateien/bilder/supercomputer_weltweit.jpg
Bild: BBC News

Saudi Arabien (davon knapp 40% bei Saudi Aramco) vor Indien, und, inzwischen nicht mehr verwunderlich, China auf Platz zwei hinter den USA. Direkt Klischees bedienen: In Deutschland dreht es sich bei den Clustern um Forschung, Logistik – und Finanzen. Interessant dann auch die Verteilung der Anwendungen, und in welchen Ländern diese sind.

Via Mashable.

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David Siegel: Die Geschichte der Information

Siegel introduces us to the next wave of innovation with two key concepts he claims will affect $10 trillion of commerce worldwide: pull and the semantic web. This concise introduction to the wider concepts of his new book on the topic, Pull, will guide you in making the shift from push to pull.

Lesenswertes aus den Kommentaren bei zenpundit.com: Metacrap: Putting the torch to seven straw-men of the meta-utopia.

Via Mark Safranski.

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Können wir zu anderen Sternen fliegen?

Florian Freistetter:

Wenn wir wollten, könnten wir jede Menge spannende Sachen machen. Wir könnten eine dauerhafte bemannte Basis auf dem Mond errichten. Wir könnten eine echte Raumstation bauen, die komfortablen Platz für ein paar hundert oder tausend Leute bietet und gleich einen passenden Weltraumfahrstuhl dazu um sie schnell und einfach zu erreichen. Wir könnten Menschen zum Mars schicken; wir könnten in den unterirdischen Meeren des Jupitermonds Europa nach außerirdischen Leben suchen, usw.

Natürlich wären all diese Projekte wahnsinnig teuer; wir müssten vorher noch viel Forschungsarbeit leisten und unvorstellbar viel Ressourcen in die Durchführung der Projekte stecken. Aber wenn wir es wirklich wollten, dann könnten wir das alles tun - und noch viel mehr. Wir könnten zum Beispiel zu einem anderen Stern fliegen…

Über den Alcubierre drive bin ich bei Orbiter gelandet. Und schon wieder mehr für meine Sommerleseliste.

Via Florian Helling.

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Die Weisheit der Herden: wie soziale Stimmung die Welt bewegt

New Scientist:

Empirical evidence suggests that events taking place in periods of positive social mood are of a dramatically different character from events you can expect when the mood is negative -- thus the importance of mood as an early-warning indicator for extreme events in human society, suggests futurist John Casti.

One very useful measure of the social mood, reflecting both actions and herding, is a financial market average.

Schon ein wenig Popcorn-Kino. Aber interessantes.

Via KurzweilAI.net.

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Kriege gewinnen mit Sozialwissenschaften?

ScienceBlogs:

Das Pentagon verteilt seine Mittel für die Forschung und Entwicklung neu. Wie in der nature vom 15.04.2010 (Band 646, Seite 970) zu lesen war, wird die Finanzierung der angewandten Forschung, die der Entwicklung neuer Waffensysteme dient, zurückgefahren, statt dessen werden die „weichen Wissneschaften" Biologie, Computerwissenschaften und Sozialwissenschaften stärker bedacht.

Ein wenig mehr hier.

Via Michael Wald.

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Der KI-Doktor kann Sie nun empfangen

Christopher de la Torre:

Most of us don’t realize it, but artificial intelligence has invaded medicine. Smart software is now poised to assist doctors with diagnosing conditions and selecting treatments. And despite economic concerns and misguided assumptions about computer error, the medical field has much to gain by allowing this friendly technological takeover. For a better part of the last century, misdiagnosis has plagued the industry with no improvement.

Der Artikel ist ein wenig übereuphorisch, greift aber eine interessante Entwicklung auf. Das Thema ist auf meiner “mal genauer recherchieren”-Liste.

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In Richtung einer Wissenschaft der Moral

Sam Harris:

Science can, in principle, help us understand what we should do and should want – and, perforce, what other people should do and want in order to live the best lives possible.

Arthur C. Clarke: Die größte Tragödie in der gesamten Geschichte der Menschheit ist vielleicht die Entführung der Moral durch die Religion.

Via Blogging the Singularity.

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Gelesen: Breakpoint von Richard A. Clarke ✭✭✭✩✩

Bei Clarke, der seit 1973 mit der US-Regierung arbeitet – ehemals im Office of the Secretary of Defense, dann in Bereichen wie nationale Sicherheit, Anti-Terror und Militär – kann man davon ausgehen, dass er nicht bloß einfach über das gelesen hat, worüber er schon geschrieben hat, ob Sachbuch oder Fiktion. Umso interessanter ist es, wie “so jemand” sich Gedanken um die Zukunft macht. In Breakpoint nähert er sich dabei der Singularität: wie Wissenschaft den Mensch neu erschaffen und erweitern wird, und Gen-Forschung so ein empfindungsfähiges Computerprogramm schafft, dass global vernetzt sein wird. Kein gewöhnliches Sci-Fi-Buch, aber eben auch keines für jeden.

Erschienen 2007, ISBN 0399153780.

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Wird die erste künstliche Intelligenz ein Katzenhirn sein?

msnbc:

Pentagon-backed scientists aim to create a human-like machine, at some point. But they are starting out with the goal of crafting artificial intelligence on the level of a cat's brain. Still there are vast challenges.

Endlich Katzen-content! Der Fokus in dem Artikel liegt allerdings mehr auf dem (nicht-)Zusammenhang von Größe und Intelligenz.

Via Singularity & Futurism.

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Gelesen: Truth, Lies And Trust On The Internet von Monica T. Whitty und Adam Joinson ✭✭✭✩✩

Mehr wissenschaftliches zum Internet, hier aber praktisches (psychologisches) Material. Das Internet: Ort, an dem sich in der Tat Abgründe des Menschen finden lassen, aber auch ein Ort, an dem neue Qualitäten der zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen.

Diesem sozialen Raum, so lernen wir in dem Buch, liegen Wahrheit, Lüge und Vertrauen zugrunde. Vorgestellt und analysiert wird das durch empirische Sozialforschung, allerdings oft mit dem von mir gerne so genannten “Popcorn-Effekt”: man hört zu oder liest etwas, und ist überrascht, wie überrascht andere von solchen Offensichtlichkeiten sind, und wünscht sich, dass man Popcorn hätte, weil das großes Kino ist. Vieles ist nun wirklich evident, wenn man eben selbst darüber nachdenkt, wie dass die Anonymität des Netzes eine hohe Qualität des Sich-Preisgebens in Beziehungen ermöglicht, aber eben genauso Täuschung und Diffamierung. Den Beweis dazu führen dann die entsprechenden Studien an.

In der Tat, wie der Buchrücken verspricht, interessant für alle, die sich mit (deviantem) Verhalten im Internet und entsprechender Technologie auseinandersetzen, aber auch fast schon Pflichtlektüre für diejenigen, denen das eben nicht so offensichtlich ist oder nur die Schattenseiten aus den Medien kennen, und professionell mit dem Netz zu tun haben.

Erschienen 2008, ISBN 184169584X.

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Gelesen: Internet And Society von Christian Fuchs ✭✭✭✭✩

Zwar gibt es schon diverse (mehr oder weniger) wissenschaftliche Veröffentlichungen, die sich mit Themen des Internets beschäftigen, aber es wird – so Christian Fuchs – eine primär theoretisch-fundierte Theorie von “Internet und Gesellschaft” benötigt, und dass diese kritisch in ihrem Anspruch sein sollte.

Und liefert dann auch eine: In “Internet and Society” legt Fuchs nieder, wie das Internet das Leben der Menschen und ihre sozialen Bindungen in der aktuellen Gesellschaft verändert hat. Er skizziert dabei eine Sozialtheorie über das Internet und die Informationsgesellschaft und zeigt wie politische, ökonomische, ökologische und kulturelle Systeme durch Informations- und Kommunikationstechnologie verändert wurden und werden. Dabei hat sie ihren Ursprung in der Frankfurter Schule (und damit neomarxistischen Idealen) und Konzepten der sozialen Selbstorganisation.

In der Kürze dieses Eintrages, der dann auch mehr eine Zusammenfassung ist, ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Thematik und dem Anspruch leider nicht möglich, deswegen nur soviel: ein interessanter, natürlich nicht zu überprüfender, ganzheitlicher Ansatz mit vielen spannenden Ideen vor einem wissenschaftstheoretischem Hintergrund, der es wert ist, sich bei Affinität zu dem Thema selbst eine Meinung zu bilden.

Erschienen 2008, ISBN 184169584X.

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David Gelernter über die Gefahren der Softwaregläubigkeit

David Gelernter:

Weil viele der Softwaremodelle, auf die wir uns verlassen, zu komplex sind, als dass die Öffentlichkeit sie verstehen könnte - und oft auch zu komplex, als dass irgendjemand sie verstehen könnte -, ähneln die Urteile, die sie uns verkünden, den unerfindlichen bürokratischen Diktaten eines kafkaesken Staats, denen fraglos Folge zu leisten ist, obwohl keiner sie erklären kann.

Computer says No.

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Sprich nicht mit fremden (Außerirdischen)

Stephen Hawking:

We only have to look at ourselves to see how intelligent life might develop into something we wouldn’t want to meet. I imagine they might exist in massive ships, having used up all the resources from their home planet. Such advanced aliens would perhaps become nomads, looking to conquer and colonise whatever planets they can reach.

Und falls sie auf die Erde kommen, und deutlich intelligenter sind als der Mensch, unabhängig ihrer Intention: Wie sollten sie uns von anderen Tieren im Sinne einer intelligenten Spezies unterscheiden können? Wir wären wohl eher Ektoparasiten.

Via Singularity & Futurism.

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