Michael Moore-Jones:
My parents still have letters that they received more than 30 years ago, and when they read them now they say that they detail entire relationships and friendships. They have vast amounts of information about their own history stored inside the letters that they sent and received. It goes even further than that. My grandmother still has letters she received from her grandmother. If it weren't for those letters, all that information about my own family history would have been lost, or confined to memory (which, as my parents are discovering, fails us all eventually).
And yet, I can't tell anyone what I was discussing with someone a month ago. That's testament to the digital age that I, and everyone in my generation, is a native member of. I find myself feeling incredibly guilty that my parents and grandparents went to so much effort to ensure that our family history was kept, and here I am frequently losing information about my life.
Und das mit 16. Nicht nur, dass ich das als 16–jähriger wohl nicht so geschrieben hätte — wahrscheinlich hätte ich mir darüber in der Form nicht mal Gedanken gemacht. (Auf der anderen Seite wird “die Jugend” wenigstens beim Thema Datenschutz schon sensibler, und es sind derweil ja alle digital natives.) Es hat dazu noch einige Jahre länger gebraucht, bis ich den Sinn eines Tagebuches überhaupt begriffen hatte (und jetzt immer ein Notizbuch bei mir führe); von Fotos, die ich nicht geschossen habe, möchte ich erst gar nicht anfangen.
Einige technologische Fortschritte und andere Anhängigkeiten bzw. Entwicklungen werden Michael Moore-Jones' Beobachtung, dass deutlich mehr im “Jetzt” gelebt wird, sicherlich noch nachhaltig unterstützen und beschleunigen. (Schöner Zufall war da auch der Artikel Study Confirms the Imminent Death of the Paper Phone Book
, der zur selben Zeit ebenfalls bei ReadWriteWeb erschien ist, und passend ein Symptom dazu liefert.)
Natürlich findet das Leben im Hier und Jetzt statt (frei nach Gautama Buddha). Der Blick zurück, und besonders der kritische, sollte dennoch nicht vergessen werden (natürlich, um daraus zu lernen, und nicht, um nicht zu vergessen). Abschließend aber, mit der Beobachtung von Moore-Jones, und dem Bewusstsein, das daraus erwacht, sowie der Tatsache, dass Jugendliche nun mal Dinge tun, die Jugendliche eben so machen, erscheint Eric Schmidts Idee dann nicht so verrückt:
He predicts, apparently seriously, that every young person one day will be entitled automatically to change his or her name on reaching adulthood in order to disown youthful hijinks stored on their friends' social media sites.
Wenn dann verantwortungsvoll im “Jetzt” gelebt wird.