netzwerk-organisatorische formen
von Benjamin Wittorf

16 Einträge mit gesellschaft getagged

David Siegel: Die Geschichte der Information

Siegel introduces us to the next wave of innovation with two key concepts he claims will affect $10 trillion of commerce worldwide: pull and the semantic web. This concise introduction to the wider concepts of his new book on the topic, Pull, will guide you in making the shift from push to pull.

Lesenswertes aus den Kommentaren bei zenpundit.com: Metacrap: Putting the torch to seven straw-men of the meta-utopia.

Via Mark Safranski.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  · 

Die Weisheit der Herden: wie soziale Stimmung die Welt bewegt

New Scientist:

Empirical evidence suggests that events taking place in periods of positive social mood are of a dramatically different character from events you can expect when the mood is negative -- thus the importance of mood as an early-warning indicator for extreme events in human society, suggests futurist John Casti.

One very useful measure of the social mood, reflecting both actions and herding, is a financial market average.

Schon ein wenig Popcorn-Kino. Aber interessantes.

Via KurzweilAI.net.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 · 

Kein Ziel erreicht: Die USA und ihr verlorener Kampf gegen Drogenprobleme

The Associated Press:

After 40 years, the United States' war on drugs has cost $1 trillion and hundreds of thousands of lives, and for what? Drug use is rampant and violence even more brutal and widespread. Even U.S. drug czar Gil Kerlikowske concedes the strategy hasn't worked.

Legalisieren, besteuern, regulieren?

Via Karl Long.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  · 

Gelesen: Atlas Shrugged von Ayn Rand ✭✭✩✩✩

Eines der für viele in den USA aufgewachsenen Intellektuellen der Neuzeit prägendsten Bücher, gipfelt in diesem der Rand'sche Objektivismus. Literarisch nicht unbedingt ein Meisterwerk, mit durchaus interessanten aber zu vereinfachten philosophischen und (ich-bezogenen) gesellschaftlichen und daraus resultierenden moralischen Prinzipien - aber auch fragwürdigen ästhetischen Idealen. Unablässig in der amerikanischen Diskussion rund um Firmen(kultur), Ethik und Libertarianismus.

Erschienen 1957, ISBN 0451191145.

Mehr zum Eintrag
Geschrieben von
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 · 

In Richtung einer Wissenschaft der Moral

Sam Harris:

Science can, in principle, help us understand what we should do and should want – and, perforce, what other people should do and want in order to live the best lives possible.

Arthur C. Clarke: Die größte Tragödie in der gesamten Geschichte der Menschheit ist vielleicht die Entführung der Moral durch die Religion.

Via Blogging the Singularity.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 · 

Gelesen: The Whuffie Factor von Tara Hunt ✭✭✭✭✩

Schon der Weg zu dem Buch ist für jeden, der sich mit dem Internet nicht nur als Berieselungs- und Einkaufs- sondern auch gesellschaftlicher und geschäftlicher Plattform (und seinen entsprechenden Abhängigkeiten) beschäftigt, interessant: Ausgehend vom Cluetrain Manifesto entwarf Autorin Tara Hunt das “post-cluetrain” Pinko Marketing, um dann in Whuffie Factor die von Cory Doctorow in Down And Out In The Magic Kingdom benutzte Währung Whuffie (eine Art manifestiertes soziales Kapital) als abstrahiertes Konzept aufzugreifen, wie man soziale Netzwerke nutzen kann, um eine Firma aufzubauen: mit Authenzität, Zuhören, Engagement und Vertrauen. Dabei ist das Buch keine weitere Marketing-Anleitung – es erklärt, dass es nicht hilft, einfach Geld in ein Unternehmen zu pumpen, sondern dass es eben das soziale Kapital sei, dass das monetäre Kapital wachsen lasse. Besonders lesenswert für alle, die das Internet auch als geschäftliche Chance und nicht als Feind begreifen.

Erschienen 2009, ISBN 0307409503.

Mehr zum Eintrag
Geschrieben von
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  · 

Anthropologie und Insurrektionskrieg: die seltsame Geschichte einer neugierigen Beziehung

The U.S. Army Professional Writing Collection:

Why has cultural knowledge suddenly become such an imperative? Primarily because traditional methods of warfighting have proven inadequate in Iraq and Afghanistan. U.S. technology, training, and doctrine designed to counter the Soviet threat are not designed for low-intensity counterinsurgency operations where civilians mingle freely with combatants in complex urban terrain.

Da hatte ich jüngst auf 3sat etwas zu gesehen: Bundeswehr sucht interkulturelle Berater. Besser spät als nie? Wie wär's mit überhaupt gar nicht erst müssen.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  · 

Der Transhumanismus hat bereits gesiegt

Michael Anissimov:

It’s 2010, and transhumanism has already won. Billions of people around the world would love to upgrade their bodies, extend their youth, and amplify their powers of perception, thought, and action with the assistance of safe and tested technologies. The urge to be something more, to go beyond, is the norm rather than the exception.

Mir gefällt der Vergleich zu den Religionen.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  · 

Gelesen: What The Dormouse Said von John Markoff ✭✭✭✭✩

Ein wunderbares Buch nicht nur über die Geschichte, wie der Personal Computer dort gelandet ist, wo er jetzt ist, sondern besonders, wie es dazu gekommen ist und die Gegenkultur der 1960er grundlegend dazu beigetragen hat. Die Bemerkung erlaube ich mir bereits vorab, weil gerade dieses Thema vor seinem gesamten kulturellen Hintergrund für mich hochassoziativ ist, und ich meine ganzen Eindrücke, gesehene und gelesene Medien und eigenen Ideen sicherlich kaum so vortrefflich geschichtlich aufbereitet bekommen hätte wie es Markoff getan und geschafft hat. Schade nur, dass das Buch dort aufhört, wo ein gewisser William Henry Gates der Dritte das Feld betritt.

(Ich hatte in das Thema mit Serial Experiments: Lain einen fiktionalen Einstieg mit realer Referenz, viel Philosophie und “brainfuck”; die Doku Das Netz war ohne Zweifel toll, um interessante und beteiligte Menschen, ihre Ideen und Werke als Interview-Partner vorgestellt zu bekommen, aber gleichzeitig im späteren Verlauf eine fragwürdige Plattform für Kaczysnskis “Theorie” bot.)

Erschienen 2005, ISBN 0670033820.

Mehr zum Eintrag
Geschrieben von
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  · 

Gelesen: Truth, Lies And Trust On The Internet von Monica T. Whitty und Adam Joinson ✭✭✭✩✩

Mehr wissenschaftliches zum Internet, hier aber praktisches (psychologisches) Material. Das Internet: Ort, an dem sich in der Tat Abgründe des Menschen finden lassen, aber auch ein Ort, an dem neue Qualitäten der zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen.

Diesem sozialen Raum, so lernen wir in dem Buch, liegen Wahrheit, Lüge und Vertrauen zugrunde. Vorgestellt und analysiert wird das durch empirische Sozialforschung, allerdings oft mit dem von mir gerne so genannten “Popcorn-Effekt”: man hört zu oder liest etwas, und ist überrascht, wie überrascht andere von solchen Offensichtlichkeiten sind, und wünscht sich, dass man Popcorn hätte, weil das großes Kino ist. Vieles ist nun wirklich evident, wenn man eben selbst darüber nachdenkt, wie dass die Anonymität des Netzes eine hohe Qualität des Sich-Preisgebens in Beziehungen ermöglicht, aber eben genauso Täuschung und Diffamierung. Den Beweis dazu führen dann die entsprechenden Studien an.

In der Tat, wie der Buchrücken verspricht, interessant für alle, die sich mit (deviantem) Verhalten im Internet und entsprechender Technologie auseinandersetzen, aber auch fast schon Pflichtlektüre für diejenigen, denen das eben nicht so offensichtlich ist oder nur die Schattenseiten aus den Medien kennen, und professionell mit dem Netz zu tun haben.

Erschienen 2008, ISBN 184169584X.

Mehr zum Eintrag
Geschrieben von
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  ·  · 

“Peoples' Capitalism”: der Weg zum Kapital im Überfluss?

h+ magazine:

Abundance is a condition where everyone has enough to eat, a decent place to live, a steady income, good medical care, a good education, a safe neighborhood, a clean environment, and a secure retirement. Abundance is where poverty does not exist, and everyone has an opportunity to become rich. Peoples’ Capitalism is a pathway to Abundance in the United States before the year 2050. Peoples’ Capitalism is a plan to make every citizen into a capitalist, i.e., a person who owns capital assets and derives a significant income from them.

Mir hat sich allerdings noch nicht so recht erschlossen, woher das Einkommen dieses Kapitals dann kommen soll – schließlich hat man niemanden mehr, dem man Geld leihen könnte um dann von den Zinsraten zu leben.

Update: die Frage wurde in den Kommentaren gestellt und auch beantwortet:

Capital assets are the means of production e.g., factories, businesses, farms, food processing facilities, trucks, ships, railroads, airplanes, mines, oil drilling platforms, refinerys, chemical plants, power plants, and yes solar panel array factories. These earn money by creating goods and services that people want and need, and if they have income, will buy. This creates profits that are returned to the owners of the means of production.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 · 

Gelesen: Internet And Society von Christian Fuchs ✭✭✭✭✩

Zwar gibt es schon diverse (mehr oder weniger) wissenschaftliche Veröffentlichungen, die sich mit Themen des Internets beschäftigen, aber es wird – so Christian Fuchs – eine primär theoretisch-fundierte Theorie von “Internet und Gesellschaft” benötigt, und dass diese kritisch in ihrem Anspruch sein sollte.

Und liefert dann auch eine: In “Internet and Society” legt Fuchs nieder, wie das Internet das Leben der Menschen und ihre sozialen Bindungen in der aktuellen Gesellschaft verändert hat. Er skizziert dabei eine Sozialtheorie über das Internet und die Informationsgesellschaft und zeigt wie politische, ökonomische, ökologische und kulturelle Systeme durch Informations- und Kommunikationstechnologie verändert wurden und werden. Dabei hat sie ihren Ursprung in der Frankfurter Schule (und damit neomarxistischen Idealen) und Konzepten der sozialen Selbstorganisation.

In der Kürze dieses Eintrages, der dann auch mehr eine Zusammenfassung ist, ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Thematik und dem Anspruch leider nicht möglich, deswegen nur soviel: ein interessanter, natürlich nicht zu überprüfender, ganzheitlicher Ansatz mit vielen spannenden Ideen vor einem wissenschaftstheoretischem Hintergrund, der es wert ist, sich bei Affinität zu dem Thema selbst eine Meinung zu bilden.

Erschienen 2008, ISBN 184169584X.

Mehr zum Eintrag
Geschrieben von
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  ·  · 

David Gelernter über die Gefahren der Softwaregläubigkeit

David Gelernter:

Weil viele der Softwaremodelle, auf die wir uns verlassen, zu komplex sind, als dass die Öffentlichkeit sie verstehen könnte - und oft auch zu komplex, als dass irgendjemand sie verstehen könnte -, ähneln die Urteile, die sie uns verkünden, den unerfindlichen bürokratischen Diktaten eines kafkaesken Staats, denen fraglos Folge zu leisten ist, obwohl keiner sie erklären kann.

Computer says No.

Mehr zum Eintrag
Veröffentlicht am
Twitter
an Twitter
Facebook
an Facebook
Tags
 ·  ·  ·