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von Benjamin Wittorf

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Feature: Bücherliste Winter 2011 (Teil 4 von 4)

Winterzeit ist Lesezeit! Langsam sammeln sich auch wieder mehr Bücher bei mir an. Eine Liste von neuerworbenen (aber nicht unbedingt neuen) Büchern in meinem Bücherregal. Es folgen Kurzbeschreibungen; sofern nicht anders angegeben sind die Bücher selbst auf Englisch. Teil 4 von 4.

Neue Bücher Winter 2011 — 4 von 4
Bild: Diverse — Collage: Benjamin Wittorf

Now You See It von Cathy N. Davidson

Nachdem Davidson an einer Universität iPods an Studieanfänger Anfang 2003 verschenkte, wurde sie dafür kritisiert, dass sie Geld verschwenden würde. Als die Studenten allerdings anfingen, die iPods in einem akademischen Umfeld zu nutzen, konnte diese Idee in einem neuen Licht gesehen werden: als eine innovative Möglichkeit, das Lernen auf den Kopf zu stellen. Mit Unterstützung der Hirnforschung will sie zeigen, wie “Aufmerksamkeitsblindheit” einer der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft darstellt: Zwar würden uns die großen Veränderungen des digitalen Zeitalters durchaus bewusst sein, aber unsere Schulen und Arbeitsplätze wären noch für das letzte Jahrhundert konzipiert. Ideen für neue Arten zu Arbeiten und zu Lernen.

Erschienen 2011, ISBN 978-0670022823.

The Amazing Story Of Quantum Mechanics von James Kakalios

Kakalios bietet einen Mathematik–leichte Erklärung, wie Quantenmechanik funktioniert, und wie sie bereits in diversen modernen Geräten genutzt wird. Er gibt dazu Beispiele aus Sci–Fi–(Trash–)Literatur und anderen Quellen, und erklärt die dahinterstehende Wissenschaft.

Erschienen 2010, ISBN 978-1592404797.

The Challenge Of Domestic Intelligence In A Free Society von Brian A. Jackson (Herausgeber)

Ob die U.S.–amerikanischen Terrorismuspräventionsmaßnahmen einer Bedrohung angemessen sind, ist weiterhin eine zentrale Frage in der politischen Diskussion. Teil dieser Debatte ist auch, ob die USA einen gesonderten inländischen Antiterror–Nachrichtendienst benötigt. In diesem Buch wird diese Frage aus einer Mehrzahl von Perspektiven betrachtet.

Erschienen 2009, ISBN 978-0833046161.

Intelligence And Strategy von John Ferris

In diesem Buch sind Ferris' wichtigste Artikel in einem Buch zusammengefasst und mit neuen Erkenntnissen und Informationen, die vorher Verschlusssache gewesen sind, überarbeitet worden. Es soll neues Licht auf unser Verständnis der Beziehung zwischen nachrichtendienstlichen Tätigkeiten und Erkenntnissen, Strategie und Diplomatie vom Ende des 19ten Jahrhunderts bis zum Anfang des 21ten Jahrhunderts werfen.

Erschienen 2005, ISBN 978-0415361958.

Military Intelligence And The Arab Revolt von Polly A. Mohs

Mohs zeigt die Nutzung und Ausnutzung nachrichtendienstlicher Aktivitäten für Großbritanniens Strategie für die arabische Revolution während des Ersten Weltkrieges. Außerdem bietet sie eine nochmalige Überprüfung der Erfolge von T.E. Lawrence als nachrichtendienstlich tätiger Offizier und Guerilla–Anführer.

Erschienen 2008, ISBN 978-0415493314.

Spies For Hire von Tim Shorrock

Shorrock hat in vierjähriger investigativer Recherchearbeit zusammen getragen, wie seit 9/11 nachrichtendienstliche Tätigkeiten, darunter grundlegende wie Verhöre, Telekommunikationsüberwachung, dem Verfolgen von Al–Qaeda, und dem Auswerten von nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, an private Dienstleister ausgelagert wurden und werden (und somit dem Auftraggeber Rede und Antwort stehen, und nicht der Regierung).

Erschienen 2009, ISBN 978-0743282253.

Manipulationstechniken von Andreas Edmüller & Thomas Wilhelm

Ein Selbsthilfebuch zum Erkennen von Manipulationstechniken, welche dafür eingesetzt werden, und wie man sich dagegen wehren kann.

Erschienen 2006, ISBN 978-3448049633.

Psychologie Der Massen von Gustave Le Bon

Le Bon stellte die Grundbegriffe des Massenverhaltens dar (und gilt somit als Begründer der Massenpsychologie), und wollte die Gesetzmäßigkeiten des Ablaufs von Massenbewegungen erklären, sowie die Möglichkeiten zeigen, darauf Einfluss zu nehmen.

Erschienen 1897, ISBN 978-3868200263.

How To Write & Sell Simple Information For Fun And Profit von Robert W. Bly

Eine Anleitung: Wie man spezialisiertes Wissen schriftlich so artikulieren kann, dass man damit Geld verdienen kann.

Erschienen 2011, ISBN 978-1884995606.

Seven Habits Of Highly Effective People von Stephen R. Covey

Ein Selbsthilfebuch: Nach Covey braucht es, um mit Sicherheit und Weisheit zu leben, und um die Kraft zu haben, um Vorteile aus den Gelegenheiten die Veränderungen bringen ziehen, Fairness, Integrität, Aufrichtigkeit und menschliche Würde.

Erschienen 2004, ISBN 978-0684858395.

Und sonst?

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Es gibt außerdem eine Liste von mir bereits rezensierten Büchern.

Feature: Bücherliste Winter 2011 (Teil 3 von 4)

Winterzeit ist Lesezeit! Langsam sammeln sich auch wieder mehr Bücher bei mir an. Eine Liste von neuerworbenen (aber nicht unbedingt neuen) Büchern in meinem Bücherregal. Es folgen Kurzbeschreibungen; sofern nicht anders angegeben sind die Bücher selbst auf Englisch. Teil 3 von 4.

Neue Bücher Winter 2011 — 3 von 4
Bild: Diverse — Collage: Benjamin Wittorf

Walking Through The Halls Of Intelligence von Kristan J. Wheaton

Dieses Buch fasst das Ergebnis von zwölf Thesen von Universitätsabsolventen zum Thema intelligence analysis zusammen, unter anderem ein voraussagendes Modell für geheime Nuklear–Programme, Personönlichkeitstypen von Intelligence–Analysten, und dem Zusammenbruch der sowjetischen Spionage in den Vereinigten Staaten. (Dieses Buch ist unter einer Creative Commons erschienen.)

Erschienen 2007, ISBN 978-0977388127.

The Analyst's Style Manual von Bill Welch

Bill Welch hat aus Vorträgen, Veröffentlichungen und Vorlesungen ein Handbuch erstellt, dass die Grundlagen für Intelligence-Analysten in nationaler Sicherheit, der Geschäftswelt oder Strafverfolgung beleuchtet. (Dieses Buch ist unter einer Creative Commons erschienen.)

Erschienen 2008, ISBN 978-0977388110.

Wieso Wir Nach Dem Tode Leben von Richard Steinbach

Erkenntnisse aus Reinkarnationslehre, Schlaf– und Sterbeforschung dienen Steinbach zur tiefgreifenden Beantwortung der Frage nach dem Sinn des Lebens.

Erschienen 2002, ISBN 978-3878603009.

The Secret Life Of Pronouns von James W. Pennebaker

Sozial–Psychologe James W. Pennebakers Untersuchungen mit rechnergestützter Linguistik, bei der er Worthäufigkeit mit Intentionen vergleicht, und festgestellt hat, wie Pronomen und Präpositionen viel über unsere Gefühle, unser Selbst–Konzept und unsere soziale Intelligenz verrät — sie sollen dabei so unterschiedlich wie Fingerabdrücke sein.

Erschienen 2011, ISBN 978-1608194803.

Was sagen Sie, nachdem Sie “Guten Tag” gesagt haben? von Eric Berne

Berne, Begründer der Transaktionsanalyse, befasst sich in diesem Buch mit dem individuellen Lebensplan. Seiner Auffasung nach ist dieser ein Skript, indem seine Verhaltensweisen festgelegt werden und nachdem er versucht sein Leben zu gestalten. Geschrieben wird dieses “Drehbuch” dabei schon in frühester Kindheit; nicht von einem selbst, sondern von den (Groß–)Eltern.

Erschienen 1983, ISBN 978-3596421923.

Die Kunst, mit Menschen richtig umzugehen von Werner Correll

Correll erklärt die häufigsten Erfahrungen mit anderen im Berufs– und Familienleben aus psychologischer Sicht. Praktische Ratschläge sollen zeigen, wie man seine Nächsten verständnisvoller und wirksamer behandeln kann.

Erschienen 2009, ISBN 978-3636072009.

Menschen lesen von Joe Navarro

Navarro erklärt, wie man sein Gegenüber durchschaut, wie man Gefühle und Verhaltensweisen präzise entschlüsselt, Fallstricken ausweicht und souverän Körperhaltung und Mimik entlarvt, die in die Irre führen sollen. Von Kopf bis Fuß werden Gesten, Haltung und Mimik unter die Lupe genommen und nach dem neuesten Stand der Forschung analysiert.

Erschienen 2010, ISBN 978-3868822137.

Menschen verstehen und lenken von Joe Navarro

Dito, mit einer aktiven Komponente.

Erschienen 2011, ISBN 978-3868822397.

Ich weiß, dass du lügst von Paul Ekman

An sich müsste Ekman in dieser Liste zuerst erwähnt, gilt er doch als Pionier und vielleicht sogar bedeutenster Vertreter der seriösen Körpersprachenforschung: Wie sich eine Lüge in Körpersprache, Stimme und Gesichtsausdruck niederschlägt, und weshalb trotzdem immer wieder Lügenexperten getäuscht werden können, darunter Richter, Polizisten und Geheimdienstler.

Erschienen 2011, ISBN 978-3499627187.

Lying von Sam Harris

Harris erläutert, warum Lügen unter keinen Umständen die beste Option ist.

Erschienen 2011, nur als E–Book.

Und sonst?

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Es gibt außerdem eine Liste von mir bereits rezensierten Büchern.

Feature: Bücherliste Winter 2011 (Teil 2 von 4)

Winterzeit ist Lesezeit! Langsam sammeln sich auch wieder mehr Bücher bei mir an. Eine Liste von neuerworbenen (aber nicht unbedingt neuen) Büchern in meinem Bücherregal. Es folgen Kurzbeschreibungen; sofern nicht anders angegeben sind die Bücher selbst auf Englisch. Teil 2 von 4.

Neue Bücher Winter 2011 — 2 von 4
Bild: Diverse — Collage: Benjamin Wittorf

The Autobiography Of Benjamin Franklin von Benjamin Franklink

Weil Dale Carnegie die Biographie von Benjamin Franklin in How to Win Friends and Influence People explizit zum Lesen empfiehlt. Franklinks Lebensgeschichte in seinen Worten, und wie er sich dabei zu einem besseren Menschen gewandelt hat.

Erschienen 1793, ISBN 978-0486290737.

In The Land Of Invented Languages von Arika Okrent

Die schöne Geschichte der “erfundenen” Sprachen. 500 sind hier zusammen getragen, mit bekannten wie Esperanto, aber auch gänzlich kuriosen wie P@x’áãokxáã. Und nicht vergessen: Das Pod in iPod könnte zwar Englisch für Hülse sein, aber eben auch Volapük für Apfel.

Erschienen 2009, ISBN 978-0385527880.

Everything Is Obvious von Duncan J. Watts

Wider dem gesunden Menschenverstand: Warum die Gründe für und Antworten auf einige Dinge etwas völlig anderes sind, als man gemeinhin vermuten würde. Eine soziologische Betrachtung.

Erschienen 2011, ISBN 978-0385531689.

The Information von James Gleick

Eine Geschichte der “Information”: Wie die Welt an dem Punkt der Informationssammlung, –aufbereitung und –verarbeitung gelandet ist, an dem wir jetzt sind, wie sie bereits die Qualität unseres Lebens bestimmt, und in welche Richtung sich das vielleicht noch weiter entwickeln wird.

Erschienen 2011, ISBN 978-0375423727.

Rethinking Counterinsurgency von John Mackinlay & Alison Al–Baddawy

Britische und U.S.–Amerikanische Operationen in Aufstandsbekämpfung (COIN) waren bisher recht langsam in Reaktionen auf und ebenso im Anpassen an den Aufstieg der weltweiten jihadistischen Aufstände, deren Unterstützung global sind, und deren Ausnutzung virtueller Dimensionen die des Westens überholen. Nach Analyse vergangener britischer COIN–Erfahrungen, und dem Vergleichen derer mit der sich entwickelnden Natur moderner jihadistischer Aufstände empfiehlt Mackinlay ein neues Framework für zukünftige COIN–Operationen.

Erschienen 2008, ISBN 978-0833044754.

Digital Forensics For Legal Professionals von Larry Daniel & Lars Daniel

Digitale Forensik für Nicht–Techniker, beschrieben in verständlicher Sprache, wie zum Beispiel technische Konzepte von unbenutztem Speicherplatz, forensischen Kopien oder Metadaten. Darüber hinaus gibt es Tipps, wie man nach digitalen Beweisen fragt, oder einen wirklichen Experten auf dem Feld erkennen kann.

Erschienen 2011, ISBN 978-0833044754.

Reamde von Neal Stephenson

Die Daten von Spielern des Multimilliarden–Dollar–MMORPG T'Rain werden verschlüsselt als “Geiseln” gehalten, dessen Auswirkungen über den virtuellen Tellerrand hinausreichen und seinen Erschaffer mitten auf das Schlachtfeld stellen.

Erschienen 2011, ISBN 978-0061977961.

The Shock Of The Global — The 1970's In Perspective von Niall Ferguson (Herausgeber)

Eine Rückschau: Vom Standpunkt der Vereinigten Staaten oder auch von Westeuropa aus waren die 1970er ein problematisches Jahrzehnt: ökonomische “Stagflation”, politische Skandale, und globale Unruhen. Aus internationaler Sicht allerdings wegweisend, denn es war auch ein Jahrzehnt, dass die Welt nach dem Bruch Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wieder näher aneinander führte, das Phänomen der “Globalisierung”, und Netzwerke von Verflechtungen Menschen und Gesellschaften in neuen Wegen zusammen brachte.

Erschienen 2010, ISBN 978-0674049048.

Aleph von Paulo Coelho

Eine Reise der Selbstentdeckung im Angesicht einer Glaubenskrise. Ein Pfad spiritueller Erneuerung und Wachstums; so entscheidet sich der Protagonist, noch mal von vorne anzufangen: zu reisen, zu experimentieren, und wieder mit Menschen und der Natur um ihn herum in Verbindung zu treten.

Erschienen 2011, ISBN 978-0307700186.

Steve Jobs von Walter Isaacson

Die offizielle Biographie von Steve Jobs.

Erschienen 2011, ISBN 978-1451648539.

Und sonst?

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Feature: Bücherliste Winter 2011 (Teil 1 von 4)

Winterzeit ist Lesezeit! Langsam sammeln sich auch wieder mehr Bücher bei mir an. Eine Liste von neuerworbenen (aber nicht unbedingt neuen) Büchern in meinem Bücherregal. Es folgen Kurzbeschreibungen; sofern nicht anders angegeben sind die Bücher selbst auf Englisch. Teil 1 von 4.

Neue Bücher Winter 2011 — 1 von 4
Bild: Diverse — Collage: Benjamin Wittorf

The Way Of Zen von Alan W. Watts

Nach D.T. Suzuki ist Alan Watts einer der Ikonen des Zen–Buddhismus in den Vereinigten Staaten. In dieser Neuauflage seines ursprünglich 1957 erschienenen Buches skizziert er die Entwicklung des Zen–Buddhismus und gibt einige praktische Beispiele.

Erschienen 1999, ISBN 978-0375705106.

Counterknowledge von Damian Thompson

Warum glauben Menschen an teilweise hanebüchenen Unsinn, obwohl das Gegenteil so leicht zu beweisen ist? Eine soziologische Betrachtung.

Erschienen 2008, ISBN 978-0393067699.

Thinking, Fast And Slow von Daniel Kahneman

Menschen denken, so Kahneman, zweigleisig: Auf der einen Seite schnell, intuitiv und emotional, und auf der anderen langsam, durchdachter, und logischer. Mit diesem Buch möchte er zur Diskussion anregen, und gibt zum Beispiel Einsichten wann und wann eben nicht der Intuition zu vertrauen ist, und wie kognitive Verzerrungen Entscheidungen im geschäftlichen und privaten Leben beeinflussen und wie dagegen gehalten werden kann.

Erschienen 2011, ISBN 978-0374275631.

1Q84 von Haruki Murakami

Nachdem endlich der dritte und letzte Teil des Opus Magnum von Murakami erschienen ist, freue ich mich sehr darauf, das Buch komplett zu lesen (ich fange äußerst ungerne unvollendete Serien an). Murakami erzählt, wie das Jahr 1984 hätte sein können (und nicht wie Orwell, wie es hätte werden können).

Erschienen 2011, ISBN 978-0307593313.

On China von Henry Kissinger

Kissinger gilt gemeinhin als einer der Diplomaten. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die USA 1971 Beijing öffnete, und umso interessanter ist es da natürlich, wie er sich (sicherlich diplomatisch) zu China ausdrückt: zum Teil Geschichte, zum Teil Memoiren.

Erschienen 2011, ISBN 978-1594202711.

The Moral Landscape von Sam Harris

Zur Wissenschaft der Moral: Harris möchte, dass wir über Moral im Sinne vom menschlichen und tierischem Wohl–Sein denken, und die die Erfahrungen von Kreaturen mit Bewusstsein als Berge und Täler einer “moralischen Landkarte” vorstellen. Da es, so Harris, definitive Fakten gibt, wo wir uns auf dieser Landkarte aufhalten, sieht Harris eine Zeit kommen, in der Wissenschaft sich nicht länger darauf beschränken wird, was Menschen im Namen der Moralität tun — im Prinzip sollte die Wissenschaft uns erklären, was wir tun können, um das beste aller Leben zu führen.

Erschienen 2010, ISBN 978-1439171219.

The Warrior Ethos von Steven Pressfield

Jeder Mensch, so Pressfield, kämpft jeden Tag damit, den Sinn und Zweck unserer Existenz auf diesem Planeten zu definieren und zu verteidigen. Das macht uns alle zu Krieger, und die Frage ist, ob wir dabei nach einem Kodex leben, und wenn ja, welcher das ist. Mit diesem Buch möchte Pressfield die Evolution eines Krieger–Ethos von Ehre und “mentaler Stärke” zeichnen, und zieht seine geschichtlichen Kreise von den alten Griechen bis zur Neuzeit.

Erschienen 2011, ISBN 978-1936891009.

Confessions Of A Conjuror von Derren Brown

Derren Brown ist wahrscheinlich einer der wenigen Menschen, denen ich äußerst ungerne gegenübersitzen möchte, aber wahnsinnig gerne neben ihnen. Wahrscheinlich liegt der erste Trick von ihm darin, einen glauben zu lassen, dass es sich tatsächlich um eine Autobiographie eines Zauberers handelt. Und dann durchschaut man den Trick, nur um vom richtigen übertölpelt zu werden. Vermutlich.

Erschienen 2010, ISBN 978-1905026579.

Horse Tradin' von Ben K. Green

Zwar bin ich kein Cowboy, habe keine Ahnung von Pferden, oder wohne gar in Texas, und trotzdem bin ich sehr gespannt darauf, die 20 Geschichten von Ben K. Green zu lesen. Er war Veterinär, der mit Gaunereien, Können, Verkaufstalent und einer Menge Mumpitz in seinem Leben doch recht erfolgreich über 7000 Pferde an– und verkauft hat (und dabei das eine oder andere mal selbst auf Betrügereien herein gefallen ist), und in diesem Buch ein paar seiner Einsichten mit dem Leser teilt.

Erschienen 1967, ISBN 978-0394429298.

The Big Con von David Maurer

Mir empfohlen vom selben Menschen, der mir auch Horse Tradin' von Ben K. Green empfohlen hat, findet sich hier nicht–fiktional die Aufarbeitung von Interviews mit Hunderten von Kriminellen aus den 1930ern, wie große Betrügereien ablaufen.

Erschienen 1999, 978-0385495387.

Und sonst?

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Es gibt außerdem eine Liste von mir bereits rezensierten Büchern.

Gelesen: Ich krieg dich! von Leo Martin ✭✭✭✩✩

Der Klappentext verspricht mehr als inhaltlich wirklich abfällt: Zwar wartet Leo Martin mit einer durchaus spannenden und interessanten Geschichte um das Anwerben von V-Männern auf, seine Strategien “wie man Menschen für sich gewinnt” erweisen sich allerdings eher als allgemeine Lebensweisheiten, eingepackt in eben diese Geschichte. Zu viel Rahmenhandlung für zu wenig echte Einsichten.

Das ist aber nicht so schlecht wie es klingt. Als Einstieg oder kurzen Ausflug in die Thematik (ob nun Geheimdienste oder über den bewussten Umgang mit Menschen) ist das Buch sicherlich ausreichend und vielleicht sogar zu empfehlen. Es ist schließlich recht kurzweilige Unterhaltung mit der einen oder anderen qualitativen Empfehlung, die insgesamt ja nicht falsch sind. Vielleicht sollte sich der Autor auf weitere solcher Geschichten aus seiner Dienstzeit konzentrieren: In und als Serie könnte das ein schönes deutsches Gegenstück zu amerikanischen Serien wie The Mentalist sein. Das die Geschichte in diesem Fall zum Ende nicht mehr so ganz glaubwürdig erscheinen mag, muss übrigens nicht gegen sie sprechen. Wie sagte Tom Clancy? The difference between reality and fiction? Fiction has to make sense.

Wer es aber in dem Kontext Nachrichtendienste psychologisch gerne sachlich fundierter hätte, sollte sich in der Tat die von ihm zitierte Schriftenreihe Nachrichtendienstpsychologie durchlesen. Wen das Thema Einflussnahme auf Menschen im speziellen interessiert, ist wahrscheinlich mit Büchern rund um Cold Reading, Körpersprache und Rhetorik besser aufgehoben. (Die moralischen Implikationen dabei sollte jeder für sich selbst reflektieren.) Ansonsten bleibt der von Martin ebenfalls empfohlene Klassiker How to Win Friends and Influence People von Dale Carnegie.

Erschienen 2011, ISBN 3424200506.

Gelesen: Do the Work von Steven Pressfield ✭✭✭✭✭

Do the Work von Steven Pressfield ist der Nachfolger zu einem der mir wichtigsten Bücher, die ich gelesen und mich beeinflusst haben: The War of Art (ebenfalls von Steven Pressfield). Nachdem der Feind — im englischen Resistance —, der einen daran hindert, der Berufung zu folgen, bekannt ist, gilt es nun, an die Arbeit zu gehen und verdammt noch mal zu liefern. Und dabei hilft dieses Buch.

In der knappen Stunde Lesezeit habe ich das eine oder andere mal innegehalten und mein bisheriges Schaffen und mein Schaffensprozess reflektiert, insbesondere was mich denn nun wirklich davon abhält, Dinge so umzusetzen, wie ich sie mir vorgestellt habe. Wie auch bei The War of Art trifft Pressfield den Nagel auf den Kopf, und damit mich. Zwar habe ich ihn nie in persönlich getroffen, bin ihm aber dennoch sehr dankbar, denn nur schon die Art der Reflektion, zu der er mich bringt, ändert alles. Das Buch bringt mich weiter dazu, mich intensiv mit den zwei Kernfragen auseinander zu setzen, die mein Schaffen motivieren oder es wenigsten motivieren sollten: Wie sehr will ich es? und Warum will ich es?. Wenn das zufriedenstellend beantwortet ist: machen. Einfach machen. Dem Instinkt vertrauen und runter schreiben. Nicht verkopfen, nicht übervorbereiten — anpassen kann man später immer noch. Den Weg, wie man zu diesen Punkten gelangt, was damit anzustellen ist (es verbessert), und wie man letztlich liefert, beschreibt Pressfield passend in einem energetischen, freundlich auffordernden Ton.

Do the Work ist allerdings kein exzellentes, sondern “nur” ein sehr gutes Buch. Die Wiederholungen aus War of Art sind vielleicht passend, können den anleitenden Teil bei der Kürze des Buches aber etwas in den Hintergrund stellen. Auch, dass Pressfield speziell für Schriftsteller schreibt, kann etwas hinderlich sein. Natürlich hat er Recht, dass es wesentliche Prinzipien beschreibt. Deren Fokus liegt aber eindeutig auf kreativen Schaffensprozessen, während The War of Art den Feind an sich, der einen aufhält, beschreibt.

Unbedingte Leseempfehlung (am besten direkt nach The War of Art).

Erschienen 2011, ISBN 1936719010.

Gelesen: Cyberwar: Die Zukunft der Kriegsführung per Computer von Nils Bramberg ✭✩✩✩✩

Cyberwar ist ja spätestens seit Anfang 2011 das neue Tagesschau-kompatible FUD buzzword gegen dieses böse Internet, von dem man neuerdings so oft hört. Wer sich an dieser Stelle empört und berührt fühlt, und meint, dass ich nicht den nötigen Ernst aufbringe, der findet wohl auch das bereits jetzt schon viel zu lang besprochene Buch Cyberwar: Die Zukunft der Kriegsführung per Computer von Nils Bramberg super, das wie gemacht ist für die Generation Netz-Ausdrucker.

Nichts anderes ist dieses knapp 100–seitige Buch, dem eine völlig belanglose Einführung voran steht, um dann in Kleinstschrift fast nur (Deutschland–zentrische) Artikel zu dem Thema aus der, wer konnte das ahnen, Wikipedia zu bündeln. Es ist ein “besseres” Glossar, dem man vielleicht wenigstens etwas abgewinnen könnte, wenn es wertiger daher käme, aber so übernimmt der Herausgeber zurecht keine Verantwortung für den Inhalt. Es wäre schön gewesen, es dann lieber ganz zu lassen.

Und bevor sich jemand doch dieses Buch kauft: Da das Thema schon wichtig ist — allerdings eben nicht in dem Anspruch, wie dieses Buch aufbereitet ist —, habe ich die erwähnten Wikipedia-Artikel, die an sich durchaus sehr interessant und lesenswert sind, zum Einstieg in einem Pathway-Dokument aufgelistet (und in einer erweiterten Version etwas ausgeschmückt, um Zusammenhänge besser aufzuzeigen).

Erschienen 2010, ISBN 6130104898.

Feature: Neu bei Bücher & Texte: Psychology of Intelligence Analysis von Richards J. Heuer, Jr.

Für das Projekt Bücher und Texte habe ich das sehr interessante Buch Psychology of Intelligence Analysis von Richards J. Heuer, Jr. aus der CIA.gov–Bibliothek adaptiert. Das Buch ist eine Zusammenstellung und Aktualisierung von Artikel aus dem Zeitraum von 1978—1986 für den internen Gebrauch der CIA Directorate of Intelligence. Ein relativ zeitloses und noch relavantes Buch für die niemals-endende Suche nach einer besseren Analyse.

Als EPUB herunter laden (934 KB, Public Domain).

Feature: Neues Projekt bei netzwerk-organistatorische formen

Die Pause nach der Sommerpause ist endlich vorbei. Mit einem ruhigen Start geht's los — nein, nichts zu WikiLeaks —: ich habe die Projekte–Seite und insbesondere das John Boyd Kompendium überarbeitet.

Als neues Projekt gibt es außerdem nun Bücher und Texte, eine Sammlung von digital verfügbaren oder digitalisierten Büchern und Texten, die sich mit den Themen dieser Seite beschäftigen — oder ich einfach für besonders halte und veröffentlicht werden/bleiben sollten. Dabei stelle ich sicher (und wenn ich sie selbst bearbeiten muss!), dass sie gut formatiert sind.

Viel Spaß mit den ersten beiden Büchern: Zum Einstieg gibt es Anabasis von Xenophon (mehr in der Wikipedia) und Paradise Lost von John Milton (mehr in der Wikipedia).

Feature: Sommerleseliste

Endlich wird das Wetter gut – Zeit, eine Liste von Büchern zusammen zu stellen, die ich gerade lese und im Sommer 2010 lesen werde. Oder es mir zumindest vornehme. (Dank an Mark Safranksi für die Idee.)

Diese Bücher lese ich gerade

  • The Information Broker's Handbook von Sue Rugge & Alfred Glossbrenner
    Trotz des Alters noch immer das Buch zum Einstieg in und als Referenz für das Informationsgewerbe, der competitive intelligence. Derweil suche ich noch immer nach einem Rechner mit Diskettenlaufwerk. Muss wohl (retrospektiv) die erste Aufgabe zur Informationsbeschaffung sein. Ausführlichere Besprechung wird folgen.
    ISBN 007911878X
  • The Way of the Superior Man von David Deida
    Der Titel des Buches klingt so übertrieben übertrieben, dass ich einfach einen Blick reinwerfen musste. Allerdings ist es wohl mehr ein Beziehungsratgeber – und so bleibt als Einstieg in ein ganzheitliches Konzept einfach noch immer Think and Grow Rich von Napoleon Hill.
    ISBN 1591792576
  • Psycho-Cybernetics von Maxwell Maltz
    Eigentlich soll man ja Bücher nicht nach dem Umschlag beurteilen, aber ein Buch, dessen Titel Kybernetik und Psychologie vereint, und dazu sich auch um Persönlichkeitsentwicklung dreht? Da konnte ich auch nicht nein sagen. Glück und Erfolg als Angewohnheit jedenfalls ist eine exzellente Einstellung. Ob's dem Titel gerecht wird?
    ISBN 0671700758
  • Tribes von Seth Godin
    Über das Führen von Gruppen und Gemeinschaften im Netz. Ausführlichere Besprechung wird folgen.
    ISBN 1591842336
  • Social Media 101 von Chris Brogan
    Trust Agent-Autor Chris Brogans Ergebnisse in Form einer Anleitung nach zweijähriger Recherche rund um best practices, um den Wert von social media- und social networking-Kampagnen zu erhöhen.
    ISBN 0470563419
  • Inside Cyberwarfare von Jeffrey Carr
    Faszinierende Einblicke, wie Länder, Gruppen und Individuen das Internet als Angriffsplattform nutzen, um sich gegenüber Gegnern einen militärischen, politischen und ökonomischen Vorteil zu verschaffen. Ausführlichere Besprechung wird folgen.
    ISBN 0596802153

Diese Bücher stehen auf meiner Wunschliste / werde ich lesen

  • Structured Analytic Techniques for Intelligence Analysis von Richards J. Heuer Jr.
    ISBN 978-1608710188
  • Why Intelligence Fails: Lessons from the Iranian Revolution and the Iraq War von Robert Jervis
    ISBN 978-0801447853
  • The Insurgent Archipelago von John Mackinlay
    ISBN 978-1849040136
  • The John Boyd Roundtable: Debating Science, Strategy, and War von Mark Safranski
    ISBN 978-1934840467
  • Tokyo Zero: A Novel von Marc Horne
    ISBN 978-1434806642
  • Going Postal: Rage, Murder, and Rebellion: From Reagan's Workplaces to Clinton's Columbine and Beyond von Mark Ames
    ISBN 978-1932360820
  • The Human Factor: Inside the CIA's Dysfunctional Intelligence Culture von Ishmael Jones
    ISBN 978-1594033827
  • The Accidental Guerrilla: Fighting Small Wars in the Midst of a Big One von David Kilcullen
    ISBN 978-0195368345
  • The Official CIA Manual of Trickery and Deception von Keith Melton
    ISBN 978-0061725890
  • Politik und Regieren in Deutschland, Strukturen, Prozesse, Entscheidungen von Karl-Rudolf Korte
    ISBN 978-3825224363
  • Surviving Cyberwar von Richard Stiennon
    ISBN 978-1605906744
  • The Principle of the Path: How to Get from Where You Are to Where You Want to Be von Andy Stanley
    ISBN 978-0849920608
  • The Mindful Brain: Reflection and Attunement in the Cultivation of Well-Being von Daniel Siegel
    ISBN 978-0393704709

Ach, doch ein paar.

Gelesen: Die Kriegssprachen von Pao von Jack Vance ✭✭✭✩✩

Vance stellt in dem Science-Fiction-Roman die Theorie auf, dass die Art und das Verhalten eines Volkes von seiner Sprache nicht nur beeinflusst ist, sondern darauf beruht. Sicherlich (noch immer) interessant als leichte Diskussionsbasis für Psycholinguistiker (und ob es nicht vielleicht vice versa ist), aber auch so dem Thema entsprechend gut und spannend formuliert.

Erschienen 1958, ISBN 3404211847.

Gelesen: Atlas Shrugged von Ayn Rand ✭✭✩✩✩

Eines der für viele in den USA aufgewachsenen Intellektuellen der Neuzeit prägendsten Bücher, gipfelt in diesem der Rand'sche Objektivismus. Literarisch nicht unbedingt ein Meisterwerk, mit durchaus interessanten aber zu vereinfachten philosophischen und (ich-bezogenen) gesellschaftlichen und daraus resultierenden moralischen Prinzipien - aber auch fragwürdigen ästhetischen Idealen. Unablässig in der amerikanischen Diskussion rund um Firmen(kultur), Ethik und Libertarianismus.

Erschienen 1957, ISBN 0451191145.

Gelesen: The Whuffie Factor von Tara Hunt ✭✭✭✭✩

Schon der Weg zu dem Buch ist für jeden, der sich mit dem Internet nicht nur als Berieselungs- und Einkaufs- sondern auch gesellschaftlicher und geschäftlicher Plattform (und seinen entsprechenden Abhängigkeiten) beschäftigt, interessant: Ausgehend vom Cluetrain Manifesto entwarf Autorin Tara Hunt das “post-cluetrain” Pinko Marketing, um dann in Whuffie Factor die von Cory Doctorow in Down And Out In The Magic Kingdom benutzte Währung Whuffie (eine Art manifestiertes soziales Kapital) als abstrahiertes Konzept aufzugreifen, wie man soziale Netzwerke nutzen kann, um eine Firma aufzubauen: mit Authenzität, Zuhören, Engagement und Vertrauen. Dabei ist das Buch keine weitere Marketing-Anleitung – es erklärt, dass es nicht hilft, einfach Geld in ein Unternehmen zu pumpen, sondern dass es eben das soziale Kapital sei, dass das monetäre Kapital wachsen lasse. Besonders lesenswert für alle, die das Internet auch als geschäftliche Chance und nicht als Feind begreifen.

Erschienen 2009, ISBN 0307409503.

Gelesen: The War of Art von Steven Pressfield ✭✭✭✭✭

Jedem Menschen, der sich sich wünscht, etwas aus sich heraus zu erschaffen / zu vollenden / überhaupt damit anzufangen, aber es nicht tut, an Prokrastination oder Ängsten und anderen Ausreden leidet, sei dieses Buch unbedingt ans Herz gelegt. Zwar gibt es viele Bücher zu dem Thema, wie zum Beispiel Wie ich die Dinge erledigt kriege (David Allen), die inhaltlich bestimmt allesamt zutreffend sind – aber einfach nicht treffen.

The War Of Art trifft (und damit auch kurz schmerzt), weil es nicht rationalisiert, sondern exakt das Gefühl erfasst und uns vor Augen führt, das uns davon abhält, eben das zu tun, was wir doch so gerne machen würden. Vielleicht mag die offensichtliche (auch stilistische) Analogie zu Sūnzǐs Die Kunst des Krieges zu martialisch erscheinen; wenn man aber dieses Gefühl, diesen Widerstand als einen die Existenz bedrohenden Feind begreift, gilt es ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen. Dabei wird nach Höherem – der Profession – gestrebt. Auch wenn Pressfield dazu in der zweiten Hälfte des Buches ins göttliche gleitet und (nicht nur) auf diese Weise Dinge herleitet, ist es für mich als rationalen Menschen dennoch erstaunlicherweise nicht Ablehnung erzeugend. Anders: es funktioniert.

Erschienen 2003, ISBN 0446691437.

Gelesen: Breakpoint von Richard A. Clarke ✭✭✭✩✩

Bei Clarke, der seit 1973 mit der US-Regierung arbeitet — ehemals im Office of the Secretary of Defense, dann in Bereichen wie nationale Sicherheit, Anti-Terror und Militär — kann man davon ausgehen, dass er nicht bloß einfach über das gelesen hat, worüber er schon geschrieben hat, ob Sachbuch oder Fiktion. Umso interessanter ist es, wie “so jemand” sich Gedanken um die Zukunft macht. In Breakpoint nähert er sich dabei der Singularität: Wie Wissenschaft den Mensch neu erschaffen und erweitern wird, und Gen-Forschung so ein empfindungsfähiges Computerprogramm schafft, dass global vernetzt sein wird. Kein gewöhnliches Sci-Fi-Buch, aber eben auch keines für jeden.

Erschienen 2007, ISBN 0399153780.

Gelesen: Confessions of an Economic Hit Man von John Perkins ✭✭✭✭✩

Eines dieser Bücher, bei denen, wenn sie bloß im Kern nur zum Teil schon wahr sein sollten, man sich denkt, dass das doch nicht wahr sein darf: John Perkins, ehemaliger “chief economist” bei einer Bostoner Consulting-Firma, berichtet in diesem Buch, wie er 10 Jahre lang für amerikanische Geheimdienste und multinationale Großunternehmen diverse ausländische Staatschefs vornehmlich der dritten Welt dazu “überredet” hat, der amerikanischen Außenpolitik gegenüber wohlgesonnen zu sein und lukrative Aufträge an amerikanische Unternehmen auszuschreiben. Sehr spannend.

Erschienen 2005, ISBN 0452287081.

Gelesen: What the Dormouse Said von John Markoff ✭✭✭✭✩

Ein wunderbares Buch nicht nur über die Geschichte, wie der Personal Computer dort gelandet ist, wo er jetzt ist, sondern besonders, wie es dazu gekommen ist und die Gegenkultur der 1960er grundlegend dazu beigetragen hat. Die Bemerkung erlaube ich mir bereits vorab, weil gerade dieses Thema vor seinem gesamten kulturellen Hintergrund für mich hochassoziativ ist, und ich meine ganzen Eindrücke, gesehene und gelesene Medien und eigenen Ideen sicherlich kaum so vortrefflich geschichtlich aufbereitet bekommen hätte wie es Markoff getan und geschafft hat. Schade nur, dass das Buch dort aufhört, wo ein gewisser William Henry Gates der Dritte das Feld betritt.

(Ich hatte in das Thema mit Serial Experiments: Lain einen fiktionalen Einstieg mit realer Referenz, viel Philosophie und “brainfuck”; die Doku Das Netz war ohne Zweifel toll, um interessante und beteiligte Menschen, ihre Ideen und Werke als Interview-Partner vorgestellt zu bekommen, aber gleichzeitig im späteren Verlauf eine fragwürdige Plattform für Kaczysnskis “Theorie” bot.)

Erschienen 2005, ISBN 0670033820.

Gelesen: Truth, Lies and Trust on the Internet von Monica T. Whitty und Adam Joinson ✭✭✭✩✩

Mehr wissenschaftliches zum Internet, hier aber praktisches (psychologisches) Material. Das Internet: Ort, an dem sich in der Tat Abgründe des Menschen finden lassen, aber auch ein Ort, an dem neue Qualitäten der zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen.

Diesem sozialen Raum, so lernen wir in dem Buch, liegen Wahrheit, Lüge und Vertrauen zugrunde. Vorgestellt und analysiert wird das durch empirische Sozialforschung, allerdings oft mit dem von mir gerne so genannten “Popcorn-Effekt”: man hört zu oder liest etwas, und ist überrascht, wie überrascht andere von solchen Offensichtlichkeiten sind, und wünscht sich, dass man Popcorn hätte, weil das großes Kino ist. Vieles ist nun wirklich evident, wenn man eben selbst darüber nachdenkt, wie dass die Anonymität des Netzes eine hohe Qualität des Sich-Preisgebens in Beziehungen ermöglicht, aber eben genauso Täuschung und Diffamierung. Den Beweis dazu führen dann die entsprechenden Studien an.

In der Tat, wie der Buchrücken verspricht, interessant für alle, die sich mit (deviantem) Verhalten im Internet und entsprechender Technologie auseinandersetzen, aber auch fast schon Pflichtlektüre für diejenigen, denen das eben nicht so offensichtlich ist oder nur die Schattenseiten aus den Medien kennen, und professionell mit dem Netz zu tun haben.

Erschienen 2008, ISBN 184169584X.

Gelesen: Internet and Society von Christian Fuchs ✭✭✭✭✩

Zwar gibt es schon diverse (mehr oder weniger) wissenschaftliche Veröffentlichungen, die sich mit Themen des Internets beschäftigen, aber es wird – so Christian Fuchs – eine primär theoretisch-fundierte Theorie von “Internet und Gesellschaft” benötigt, und dass diese kritisch in ihrem Anspruch sein sollte.

Und liefert dann auch eine: In “Internet and Society” legt Fuchs nieder, wie das Internet das Leben der Menschen und ihre sozialen Bindungen in der aktuellen Gesellschaft verändert hat. Er skizziert dabei eine Sozialtheorie über das Internet und die Informationsgesellschaft und zeigt wie politische, ökonomische, ökologische und kulturelle Systeme durch Informations- und Kommunikationstechnologie verändert wurden und werden. Dabei hat sie ihren Ursprung in der Frankfurter Schule (und damit neomarxistischen Idealen) und Konzepten der sozialen Selbstorganisation.

In der Kürze dieses Eintrages, der dann auch mehr eine Zusammenfassung ist, ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Thematik und dem Anspruch leider nicht möglich, deswegen nur soviel: ein interessanter, natürlich nicht zu überprüfender, ganzheitlicher Ansatz mit vielen spannenden Ideen vor einem wissenschaftstheoretischem Hintergrund, der es wert ist, sich bei Affinität zu dem Thema selbst eine Meinung zu bilden.

Erschienen 2008, ISBN 184169584X.

Bücher und Texte

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Die Beschreibung des Feldzuges des jüngeren Kyros gegen Artaxerxes II. durch den Athener Xenophon. Vor allem schildert er die Rückführung der etwa 10.000 griechischen Soldaten nach der militärisch zwar gewonnenen, aber durch den Tod des Kyros hinfällig gewordenen Schlacht bei Kunaxa 401 v. Chr.

Englische Übersetzung von H. G. Dakyns, EPUB, 399 KB, Creative Commons.

How To Get A Job In Intelligence von Kristan J. Wheaton

Eine Zusammenstellung von Blog–Artikel, wie man einen Job in der Intelligence Community (IC) in den USA finden kann, und was es dabei zu beachten gilt.

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Eine Zusammenstellung und Aktualisierung von Artikel aus dem Zeitraum von 1978—1986 für den internen Gebrauch der CIA Directorate of Intelligence. Ein relativ zeitloses und noch relavantes Buch für die niemals-endende Suche nach einer besseren Analyse.

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Paradise Lost von John Milton

Die Geschichte des Höllensturzes der gefallenen Engel, der Versuchung von Adam und Eva durch Satan, des Sündenfalls und der Vertreibung aus dem Garten Eden.

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