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von Benjamin Wittorf

Archiv: Juli 2011 (1 Eintrag)

Gelesen: Do the Work von Steven Pressfield ✭✭✭✭✭

Do the Work von Steven Pressfield ist der Nachfolger zu einem der mir wichtigsten Bücher, die ich gelesen und mich beeinflusst haben: The War of Art (ebenfalls von Steven Pressfield). Nachdem der Feind — im englischen Resistance —, der einen daran hindert, der Berufung zu folgen, bekannt ist, gilt es nun, an die Arbeit zu gehen und verdammt noch mal zu liefern. Und dabei hilft dieses Buch.

In der knappen Stunde Lesezeit habe ich das eine oder andere mal innegehalten und mein bisheriges Schaffen und mein Schaffensprozess reflektiert, insbesondere was mich denn nun wirklich davon abhält, Dinge so umzusetzen, wie ich sie mir vorgestellt habe. Wie auch bei The War of Art trifft Pressfield den Nagel auf den Kopf, und damit mich. Zwar habe ich ihn nie in persönlich getroffen, bin ihm aber dennoch sehr dankbar, denn nur schon die Art der Reflektion, zu der er mich bringt, ändert alles. Das Buch bringt mich weiter dazu, mich intensiv mit den zwei Kernfragen auseinander zu setzen, die mein Schaffen motivieren oder es wenigsten motivieren sollten: Wie sehr will ich es? und Warum will ich es?. Wenn das zufriedenstellend beantwortet ist: machen. Einfach machen. Dem Instinkt vertrauen und runter schreiben. Nicht verkopfen, nicht übervorbereiten — anpassen kann man später immer noch. Den Weg, wie man zu diesen Punkten gelangt, was damit anzustellen ist (es verbessert), und wie man letztlich liefert, beschreibt Pressfield passend in einem energetischen, freundlich auffordernden Ton.

Do the Work ist allerdings kein exzellentes, sondern “nur” ein sehr gutes Buch. Die Wiederholungen aus War of Art sind vielleicht passend, können den anleitenden Teil bei der Kürze des Buches aber etwas in den Hintergrund stellen. Auch, dass Pressfield speziell für Schriftsteller schreibt, kann etwas hinderlich sein. Natürlich hat er Recht, dass es wesentliche Prinzipien beschreibt. Deren Fokus liegt aber eindeutig auf kreativen Schaffensprozessen, während The War of Art den Feind an sich, der einen aufhält, beschreibt.

Unbedingte Leseempfehlung (am besten direkt nach The War of Art).

Erschienen 2011, ISBN 1936719010.