netzwerk-organisatorische formen
von Benjamin Wittorf

Archiv: Juni 2011 (9 Einträge)

Stanford Richtlinien zur Glaubwürdigkeit einer Netzpräsenz

Stanford Persuasive Technology Lab:

  1. Make it easy to verify the accuracy of the information on your site.
  2. Show that there's a real organization behind your site.
  3. Highlight the expertise in your organization and in the content and services you provide.
  4. Show that honest and trustworthy people stand behind your site.
  5. Make it easy to contact you.
  6. Design your site so it looks professional (or is appropriate for your purpose).
  7. Make your site easy to use -- and useful.
  8. Update your site's content often (at least show it's been reviewed recently).
  9. Use restraint with any promotional content (e.g., ads, offers).
  10. Avoid errors of all types, no matter how small they seem.

Auch nicht mehr ganz frisch, aber der Mensch als solcher ändert sich ja wirklich nicht (schnell). Zu den Punkten gibt es noch zusätzliche Kommentare und Links zu den entsprechenden Forschungsarbeiten.

Die Netiketten zur elektronischen Post

Angelika Storrer und Sandra Waldenberger:

Fasse dich kurz! […] If you want your mail to be read, don’t make it too long unless the receiver is expecting a verbose message. […]

Mache Deinen Beitrag so informativ wie (für den gegeben Gesprächszweck) nötig, aber nicht informativer als nötig! Zur Kategorie der Quantität gehören die Regeln, die sich auf den Umgang mit der "signature"-Funktion von Mailprogrammen beziehen. In der Begeisterung über die Möglichkeit, E-Briefe automatisch mit Informationen zur eigenen Person zu ergänzen, diese dann evtl. noch mit einem hübschen ASCII-Gemälde oder einem persönlichen Wahlspruch anzureichern, vergisst so mancher, dass der eigentliche Zweck des E-Briefs in der Übermittlung einer möglichst informativen Nachricht liegt. […]

Sei relevant! Wie Grice (1975: 46) selbst bemerkt, ist die Relevanz eines Beitrags oft schwer zu beurteilen.[…]

Sei klar! Zur Kategorie der Modalität zählt Grice neben der oben bereits erwähnten Maxime der Kürze auch das Bemühen um Klarheit und Verständlichkeit des Gesagten. […]

Vollständig mit dem wohlklingenden Titel Die Netiketten zur elektronischen Post: Typen von Regulierungsgegenständen, schon etwas älter. Und auch wenn Facebook und Twitter da noch nicht bekannt waren, ist's nicht weniger aktuell (im Gegenteil). Sehr lesenswert.

Social Networking, Counterintelligence, und Cyber–Counterintelligence

Jeff Bardin:

This paper discusses intelligence, counterintelligence, cyber counterintelligence, and use of social networking. In order to relate counterintelligence (CI) and cyber counterintelligence (CCI) to social networking, CI and CCI are explained. CI involves an organization recognizing that it is the target of intelligence operations and takes measures to deny or negatively influence intelligence collection. CCI is CI executed v. cyber means. The intelligence life cycle is discussed as process of planning and direction, collection, processing, analysis and production, and dissemination to intelligence consumers. CI and CCI fit into the intelligence life cycle as an organization executes measures to impact, influence, or impede the intelligence life cycle of an adversary collecting intelligence against it.

Interessante 27–seitige Einführung von Rebecca J. Rohan. Die Quellen werde ich auch mal durchsehen.

Via CSO Online.

Gelesen: Cyberwar: Die Zukunft der Kriegsführung per Computer von Nils Bramberg ✭✩✩✩✩

Cyberwar ist ja spätestens seit Anfang 2011 das neue Tagesschau-kompatible FUD buzzword gegen dieses böse Internet, von dem man neuerdings so oft hört. Wer sich an dieser Stelle empört und berührt fühlt, und meint, dass ich nicht den nötigen Ernst aufbringe, der findet wohl auch das bereits jetzt schon viel zu lang besprochene Buch Cyberwar: Die Zukunft der Kriegsführung per Computer von Nils Bramberg super, das wie gemacht ist für die Generation Netz-Ausdrucker.

Nichts anderes ist dieses knapp 100–seitige Buch, dem eine völlig belanglose Einführung voran steht, um dann in Kleinstschrift fast nur (Deutschland–zentrische) Artikel zu dem Thema aus der, wer konnte das ahnen, Wikipedia zu bündeln. Es ist ein “besseres” Glossar, dem man vielleicht wenigstens etwas abgewinnen könnte, wenn es wertiger daher käme, aber so übernimmt der Herausgeber zurecht keine Verantwortung für den Inhalt. Es wäre schön gewesen, es dann lieber ganz zu lassen.

Und bevor sich jemand doch dieses Buch kauft: Da das Thema schon wichtig ist — allerdings eben nicht in dem Anspruch, wie dieses Buch aufbereitet ist —, habe ich die erwähnten Wikipedia-Artikel, die an sich durchaus sehr interessant und lesenswert sind, zum Einstieg in einem Pathway-Dokument aufgelistet (und in einer erweiterten Version etwas ausgeschmückt, um Zusammenhänge besser aufzuzeigen).

Erschienen 2010, ISBN 6130104898.

Feature: Neu bei Bücher & Texte: Psychology of Intelligence Analysis von Richards J. Heuer, Jr.

Für das Projekt Bücher und Texte habe ich das sehr interessante Buch Psychology of Intelligence Analysis von Richards J. Heuer, Jr. aus der CIA.gov–Bibliothek adaptiert. Das Buch ist eine Zusammenstellung und Aktualisierung von Artikel aus dem Zeitraum von 1978—1986 für den internen Gebrauch der CIA Directorate of Intelligence. Ein relativ zeitloses und noch relavantes Buch für die niemals-endende Suche nach einer besseren Analyse.

Als EPUB herunter laden (934 KB, Public Domain).

Die “zehn goldene Regeln” für quantitative Risiko– und Methodenanalyse

Morgan & Henrion (1990):

  1. Do your homework with literature, experts and users.
  2. Let the problem drive the analysis.
  3. Make the analysis as simple as possible, but no simpler.
  4. Identify all significant assumptions.
  5. Be explicit about decision criteria and policy strategies.
  6. Be explicit about uncertainties.
  7. Perform systematic sensitivity and uncertainty analysis.
  8. Iteratively refine the problem statement and the analysis.
  9. Document clearly and completely.
  10. Expose to peer review.

Wäre ich ein Mensch dafür, ich würde sie mir ausdrucken und als Poster an die Wand hängen.

Via Society of Information Risk Analysts.

Was ist Stuxnet? — Eine animierte Infographik

Phillis:

Conspiracy theory or scary technology future. You decide whilst we sit back and watch some very clever animation.

Auch wenn meines Wissens nach Stuxnet nicht komplett open source ist — aber da lasse ich mich gerne korrigieren.

Via Derren Brown.

Feature: Wie man seine Musik (mit iTunes) aufräumt und aufgeräumt hält

Ein Eintrag, der nur indirekt mit den Themen von netzwerk-organisatorische formen zu tun hat: digitale Ordnung, hier an einem Beispiel. Eine meiner größten Leidenschaften ist die Musik, und da sammelt sich eine Menge an. Damit ich den Überblick behalte, pflege ich die digitalen Klanggüter äußerst akribisch. Wenn deine Sammlung also auch groß — oder größer! — ist, und du langsam die Übersicht verlierst oder sie langsam zerfasert: Da lässt sich was machen. Eine Einführung.

iTunes in meiner Übersicht
Zum Bild: iTunes in meiner Übersicht.

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